Regionaltreffen Baden-Württemberg

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Metzingen

Samstag, 20. März 1999, 9-13 Uhr

Berichte aus den Workshops
(Französisch, Latein, Deutsch, Mathematik/Physik)
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Freiarbeit im Französischunterricht

(Moderation: Ulrike Fezer, Metzingen)


LdL im Lateinunterricht

(Moderation: Waltraud Beck, Schwäbisch Gmünd)
 


Aus den vorgelegten Materialien und der Diskussion ergab sich folgendes Bild:

A. Allgemeine Gesichtspunkte

1. Der Erfolg ist abhängig von:

  • bewusster Einübung in die Methode
  • Qualität und Komplexitätsgrad der verwendeten Materialien
  • methodischer Beweglichkeit des Lehrers (keine "LdL-Monokultur")
  • Bereitschaft des Lehrers, sich selbst zurückzunehmen und in Geduld zu üben und nur, wenn unumgänglich, einzugreifen

2. Die Vorbereitung der Einzelstunde erfolgt

  • fast immer in Gruppen
  • im hier vorgestellten Unterricht großenteils im Unterricht, z. T. auch zu Hause; Lehrer als Berater
  • auch als längerfristige Hausaufgabe
  • das Gruppenpuzzle hat sich dabei bewährt

3. Die pädagogische Wirkung ist gerade auch auf "Chaotenklassen" (sit venia verbo!) sehr (!) positiv (was nach Meinung des Berichterstatters wohl auf Defizite herkömmlichen Unterrichts hinsichtlich Eigenaktivität, Handlungselementen, Einüben von Präsentationstechniken hinweist - aber auch auf beachtliche Motivationsmöglichkeiten und Lernerfolge (!) in einem Unterricht, der sich dieser Notstandsgebiete annimmt).

4. Am Anfang handelt es sich eher um Lehren mit Übungen, dann auch regelmäßig um die Einführung neuen Stoffes.
 

B. LdL in der Lehrbuchphase

1. Vokabeln erklären (durch Mimik, Erklären mit bekanntem Wortschatz, Zeichnungen, assoziative Eselsbrücken - die allerdings sehr individuell ausfallen können!)

2. Entwerfen einer Vokabelarbeit als Übungsarbeit (mit gegenseitiger Korrektur, aber ohne Noten)

3. Neuen grammatischen Stoff vorstellen, Übungen vorbereiten und leiten

4. Übersetzungen begründen und erläutern
 

C. LdL in der Lektürephase

1. Formen bilden von Verben der Wortkunde, einschl. Partizipialkonstruktionen und nd-Formen, die vom Lehrer gesammelt, getippt und vervielfältigt werden und als Hausaufgabe zu bearbeiten sind.

2. Wiederholung von Grammatik

3. Einführung von Metrik, z. B. Hexameter

4. Vorbereitung (!) einer Übersetzung

5. Einführen und Erklären von verschiedenen Satzstrukturbildern

6. Interpretation (z. T. nach vorgegebenen Kategorien, z. T. selbständig)

7. Sachthemen in Form von Referaten (auch Einzelfragen; zur Verfügung gestellt werden Kompendien wie "Res Romanae", Geschichtsbücher, Einleitungen von Textausgaben, Aufsätze aus wissenschaftlichen Zeitschriften)

8. (Um-)Gestaltung von Texten
 

D. Zusammenfassung

In summa: Eine sinnvolle Möglichkeit, den Lateinunterricht durch neue Motivationselemente zu verbessern und sichtbare Lernfortschritte zu erreichen in inhaltlicher (Vokabeln, Grammatik, Übersetzungstechnik) wie methodischer (Präsentationstechniken, Interaktion) Hinsicht - sofern die Aufgaben die Schüler nicht überfordern und LdL als eine Methode neben anderen mit kritischem Bewusstsein und methodischer Beweglichkeit praktiziert wird.

Dr. Hans-Dieter Reeker (Esslingen)


LdL im Deutschunterricht

(Moderation: Christine Schelhaas, Stuttgart / Claudia B. Schöppl, Ulm)


LdL im Mathematik- und Physikunterricht

(Moderation: Elisabeth Engel, München)



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Letzte Änderung: 1999-04-26 (es)