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Dr.Jean-Pol Martin
Universitätsallee, Zi.240
85071 Eichstätt
7.Jg.Kontaktbrief Nr.51, 4. November 1993
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,
zunächst möchte ich kurz auf unser Jahrestreffen im vergangenen September in
Nürnberg eingehen: wenn Sie dort waren, konnten Sie an der angenehmen Atmosphäre merken,
daß eine direkte Begegnung zwischen den Teilnehmern unseres Projektes (es kamen 160
Kollegen) von großer Bedeutung ist. Kontaktbriefe sind wichtig, aber erst der
persönliche Erfahrungsaustausch schafft die Motivation, im eigenen Unterricht
Veränderungen einzuleiten und beizubehalten. Im Rahmen unserer Treffen - vor allem wenn
man selbst eine AG leitet - ergibt sich auch die Möglichkeit, die Vorzüge der Teamarbeit
an sich selbst zu erleben. Dazu habe ich eine spontane Rückmeldung von Anneliese
BAMMESBERGER (auf Kassette gesprochen) bekommen. Hier ein kleiner Auszug:
"Die Zusammenarbeit bei Referaten, wie ich sie bei Frau Gegner zum ersten Mal
erlebt habe, hat zur Folge, daß man sehr viel stärker aufeinander bezogen sein, und um
der Sache willen sich auf eine klare Zielsetzung festlegen muß. Durch derartige
gemeinsame Referate kann man die Schülersituation sehr viel besser verstehen. Gerade wenn
man selbst Zuhörer von Vorträgen ist, kann man bemerken, welche Schwierigkeiten ein
Zuhörender hat, der nicht selbst mitwirken darf. Daraus ergibt sich für mich, daß eine
kontinuierliche Mitwirkung von Schülern unbedingt nötig ist, um nicht nur die
Motivation, sondern auch die Konzentration und auch die schöpferischen Fähigkeiten der
Schüler wirklich zur Wirkung zu bringen."
Nun zu den Materialien:
In einem vorangehenden Brief hatte ich eine sehr nützliche Zusammenfassung verschickt,
die von Dieter HANNACK zur Methode LdL verfaßt worden war. Das Papier enthielt einige
Fachbegriffe, die zu Anfragen aus dem Kontaktnetz geführt haben, Dieter HANNACK war so
freundlich, Erläuterungen zu diesen Begriffen nachzuliefern.
Sie finden die Kopie eines Aufsatzes von Günter LEITZGEN, der in Französisch heute,
3/1993 erschienen ist und einen Erfahrungsbericht über seine Arbeit mit LdL in einer
11. Klasse enthält. Sein Aufsatz ist nicht fachspezifisch und dürfte alle Kollegen
interessieren!
Auch diesmal möchte ich einen Tip zum Fach Geschichte von Rolf-Dieter PRELLER
weitergeben. Er empfiehlt die Reihe Workshop Geschichte (Schöningh-Verlag) von Xaver
Fiederle, mit den Bänden "Visualisieren" , "Dramatisieren" ,
"Erinnern" und "Aktivieren".
Schließlich lege ich eine Ergänzungsliste mit den Namen der neuen Mitglieder des
Kontaktnetzes und mit einigen Adressen- oder Telephonnummeränderungen bei.
Es freut sich weiterhin mit herzlichen Grüßen
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