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PD.Dr.Jean-Pol Martin
Universität, UA.Zi.240
85071 Eichstätt
8.Jg.Kontaktbrief Nr.57, 7. November 1994
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,
nachdem ein Jahrzehnt lang LdL als ein interessanter Ansatz unter vielen
anderen diskutiert wurde, scheint nun eine Wende einzutreten: in jüngster Zeit höre
ich immer häufiger von kompetenter Seite (Mitglieder von Lehrplankommissionen,
Herausgeber von Zeitschriften Schulleiter) die Ansicht, LdL sei der effektivste Weg,
die in allen jüngeren Lehrplänen der Bundesrepublik vorgeschriebene Handlungsorientierung
einzulösen.
Entsprechend treten auch Kollegen aus diesem Personenkreis als engagierte Verfechter
unserer Methode auf!
Das ist für uns eine Motivation mehr, sehr sorgfältig unseren Unterricht so zu
dokumentieren, daß er bis ins Einzelne für andere Kollegen nachvollziehbar wird.
Insofern werden wir das Konzept der "Lehrerforschung" weiter verfolgen und vor
allem aufzeigen, wo eventuelle Probleme entstehen können.
Eines dieser Probleme ist die Frage, wie die Methodenkompetenz der Schüler erhöht
werden kann, damit sie ihren Mitschülern den Stoff abwechslungsreich präsentieren. Auf
diese Frage geht WOLFGANG STEINIG (Heidelberg) aus hochschuldidaktischer Perspektive ein.
Ferner finden Sie Überlegungen von WOLFGANG MÖCKEL (Sachsen), der auf das Interview
von H.HABERZETTL reagiert.
Ebenfalls beigefügt ist ein Blatt zum Einsatz des Computers im Unterricht, das
JOCHEN LASKE anläßlich unseres jüngsten Jahrestreffens in Nürnberg verfaßt hat.
Darüber hinaus erlaube ich mir, Ihnen ein Reihe von Texten weiterzugeben, die ich für
den Leistungskurs zur Anregung alltagsphilosophischer Gespräche verfaßt habe. Ich
liefere auch die dazugehörigen theoretischen Überlegungen. Die Texte sind nicht aus dem
Nichts entstanden, sondern sie speisen sich aus zahlreichen pädagogischen, soziologischen
und vor allem psychologischen Lektüren.
Diese Seiten stammen aus meiner Habilitationsschrift, die meine Unterrichtsarbeit seit
zwölf Jahren zusammenfaßt und den Titel trägt: "Vorschlag eines anthropologisch
begründeten Curriculums für den Fremdsprachenunterricht" (G . Narr-Verlag ,
Tübingen) . Das Buch ist denjenigen zu empfehlen die sich intensiver mit LdL
beschäftigen wollen. Allerdings ist es nicht billig, und ich bin gerne bereit, Exemplare
auf Anfrage auszuleihen.
Wer zu unseren Jahrestreffen kommt, weiß, daß sie in der Regel sehr schön, aber auch
ein Bißchen stressig sind. Das liegt daran, daß wir einen Einblick in möglichst viele
Gebiete unserer Arbeit gewähren wollen, was zu einer gewissen Eile und Hektik führt.
Deshalb empfiehlt es sich unbedingt, unsere gemütlichere Regionaltreffen zu
besuchen , auf denen sich intensivere Gesprächsmöglichkeiten ergeben. Über diese
Treffen, die traditionell in den Monaten Februar und März stattfinden, habe ich
eine erste Übersicht verfaßt.
Schließlich liegt eine vollständige Kontaktliste
auf dem neuesten Stand im Paket.
In der Hoffnung, Sie auf einem unserer Regionaltreffen begrüßen zu dürfen, verbleibe
ich sehr herzlich
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