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Priv.-Doz.Dr.Jean-Pol Martin
Didaktik der französischen Sprache und Literatur
Universität, UA.Zi.240
85071 Eichstätt
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Eichstätt, den 27. März 1999
Fax.Uni: (08421)93-1797
Tel.Uni: (08421)93-1536
Fax.priv.:(0841) 9611109
Tel.priv.:(0841) 9611121
eMail priv.: jpm@ldl.de
LdL-Homepage: http://www.LdL.de
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13.Jg.Kontaktbrief Nr.83
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde,
gerade komme ich zurück vom Regionaltreffen in Metzingen
(Baden-Württemberg) und bin recht beschwingt. Dort war die Aufbruchstimmung besonders zu
spüren, die die ganze Gesellschaft erfasst und durch die kommunikationtechnologische
Revolution ausgelöst wird! Auf einmal werden Vernetzungen auf ungeahnte Weise
beschleunigt, es bilden sich - um das entsprechende Modell aus der Neurobiologe zu
verwenden - neuronale Netze. Dies verändert die Gesellschaft radikal, und zwar im
Sinne des LdL-Konzeptes:
Im Klassenzimmer: das LdL-Prinzip beruhte von Anfang an auf
der Vorstellung, dass einzelne Schüler als Verarbeitungseinheiten (man könnte auch
sagen, als "Neurone") nur in Verbindung gesetzt werden müssen, um als Gruppe
(oder "Makrohirn") den Lernstoff kollektiv zu verarbeiten und zu verinnerlichen.
Man brauchte also nur den Stoff in dieses Makrohirn einzugeben und dafür zu sorgen, dass
die einzelnen Schüler ("Neurone") sinnvoll miteinander kooperieren, um das
kollektive Wissen der Klasse ("Makrohirn") zu erhöhen. Dabei verstehe ich unter
Wissen nicht nur Informationen, sondern auch die Fähigkeit, diese Informationen durch
Interaktionen zu Handlungswissen zu veredeln! Heute kommt das LdL-Prinzip im Klassenzimmer
voll zum Tragen, denn der Lehrer muss nicht mehr sämtliche Informationen in die Gruppe
eingeben, sondern die Schüler bringen zunehmend die Informationen selbst in den
Unterricht. Dadurch können die Klasse und ihr Lehrer sich voll auf die Vermittlung und
Verarbeitung dieses Wissens konzentrieren. Insofern wird das Klassenzimmer zum Ort
gemeinsamer, intensiver Reflexion und Verarbeitung von Inhalten. Dabei kommt "Lernen
durch Lehren" zugute, dass es eine integrative Methode ist, die per se alle
anderen Verfahren (Freiarbeit, Lernzirkel, Lernen Lernen, usw.) in der Vorbereitungsphase
einsetzt. Das zentrale Merkmal von LdL ist, dass Wissenselemente, die im Vorfeld
mit unterschiedlichen Verfahren erarbeitet wurden, von den jeweiligen Schülergruppen DIDAKTISIERT
DEN MITSCHÜLERN VERMITTELT (NICHT NUR "VORGESTELLT"!) WERDEN.
Genauso wie im Klassenzimmer wird im LdL-Kontatknetz das
Prinzip neuronaler Netze beherzigt*. In diesem Jahr waren die Regionaltreffen sehr
stark besucht (170 Teilnehmer in Moosburg, 50 in Nürnberg, 70 in Metzingen usw.); es
sind also beachtliche Aktivitäten die dezentral entstehen und wiederum den
intensiveren Einsatz moderner Kommunikationsmittel verlangen. Damit unsere Neuronalen
Netzstruktur gefestigt wird, sollen die dezentralen "Knoten" ausgebaut
werden.
* Wer genauere Informationen dazu wünscht, kann meinen Aufsatz "Forschungshomepage - Homepageforschung"
(1998) aus der LdL-Homepage holen.
Im Sinne der Dezentralisierung zwei wesentliche Anregungen:
LdL-Seiten in den Homepages der jeweiligen Schulen: Es
empfiehlt sich, in den Homepages der jeweiligen Schulen "LdL-Seiten"
einzurichten. Besonders hervorragende Beispiele liefern im Augenblick
die Homepage von WALTER SCHMALZL ( http://home.t-online.de/home/Walter.Schmalzl/ver_ldl.htm
)
und der PETER-VISCHER-SCHULE in Nürnberg ( http://www.kubiss.de/schulen/pvs ).
Mailingliste: ERICH
STREITENBERGER hat gerade eine Mailingliste als Informationsbörse angelegt:
"Was ist eine Mailingliste? Das Prinzip ist
relativ einfach: Schickt einer der Abonnenten eine Mail "an die Liste", so
erhalten alle Abonnenten der Mailingliste diese Mail und können entsprechend darauf
reagieren. Auf diese Weise kann ein reger Austausch zwischen allen Abonnenten einer
Mailingliste entstehen. Ein solcher Austausch setzt aber die Aktivität aller Abonnenten
und die Bereitschaft zur Diskussion voraus. Eine Liste ist nur so gut wie die Beiträge
der Abonnenten. Ohne Beiträge der einzelnen Teilnehmer ist eine Mailingliste auf die
Dauer erfolglos. Viele Mailinglisten sind nicht themenzentriert und diskutieren z. B.
pädagogische Fragen aller Art; andere wiederum konzentrieren sich auf spezielle Gebiete,
z. B. fachspezifische Fragen. Die LdL-Mailingliste konzentriert sich ausschließlich auf
das Thema "Lernen durch Lehren" und damit zusammenhängende Fragen und Probleme.
Auf diese Weise können entstehende Fragen rasch durch entsprechend erfahrene Mitglieder
der Liste beantwortet werden.
Nähere Informationen finden Sie
unter http://www.zum.de/wwwldl.html
Bitte denken Sie bei einer Mail an die Liste daran, dass die Betreff-Zeile eine
aussagekräftige Information über den Inhalt der Mail geben sollte. Außerdem ist es
sinnvoll, sich in der Mail auf Wesentliches zu beschränken - kurze Mails werden eher
gelesen als lange Traktate. Schließlich bitte ich um Beachtung des folgenden Grundsatzes,
der eigentlich selbstverständlich ist: Es handelt sich um eine
DISKUSSIONS-Liste, d. h. es sollte
eine gewisse Diskussions-Kultur eingehalten werden. Verzichten Sie bitte auf Polemik und
persönliche Angriffe gegen andere Listenteilnehmer. Bei fortgesetzten beleidigenden
Äußerungen gegen andere behalte ich mir vor, den entsprechenden Abonnenten aus der Liste
zu entfernen.
Je mehr Teilnehmer eine Mailingliste
hat, um so angeregter kann die Diskussion sein. Deshalb hoffe ich auf zahlreiche
Anmeldungen und Diskussionsbeiträge! Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich bitte
direkt an mich: estreitb@dbg.rt.bw.schule.de
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Erich Streitenberger"
Sicherlich wird diese Mailingliste die dezentrale Kommunikation
erleichtern!
Sie finden ferner in diesem Kuvert:
Dazu noch meine besten Grüße und die Wünsche, dass Sie angenehme
Osterferien verbringen werden!
Ihr Jean-Pol Martin
... weitere Kontaktbriefe 
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