Priv.-Doz.Dr.Jean-Pol Martin
Didaktik der französischen Sprache und Literatur
Universität, UA.Zi.240
85071 Eichstätt

Eichstätt, den 05. August 1999
Fax.Uni: (08421)93-1797
Tel.Uni: (08421)93-1536
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LdL-Homepage:
http://www.LdL.de

 

13.Jg.Kontaktbrief Nr.85

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde,

häufig werde ich gefragt, warum ich mich nicht bemühe, LdL besser zu "verkaufen"! Dabei werden mir die Promoter anderer Ansätze als Beispiel genannt, die ihre Gedanken in leicht lesbaren Kompendien niederlegen, hohe Auflagen erzielen und viele Auftritte absolvieren. Über sie erscheinen Artikel in überregionalen Zeitungen und sie werden als erste genannt, wenn von alternativen Methoden die Rede ist. Nun möchte ich darauf bestehen, dass ich als beamteter Uni-Dozent nichts zu "verkaufen" habe. Meine Aufgabe ist, neue Erkenntnisse zu gewinnen. LdL habe ich vor 18 Jahren entwickelt und erforscht. Der nächste logische Schritt war zu prüfen, ob auch andere Lehrer in anderen Fächern LdL einsetzen könnten. So wurde das Kontaktnetz vor 12 Jahren ins Leben gerufen. Gegenwärtig gilt meine ganze Aufmerksamkeit der Frage, wie Schlüsselqualifikationen den Schülern vermittelt werden können und welche Auswirkungen dies auf den Aufbau einer stabilen, positiven Identität hat. Ein solches Vorhaben verlangt, dass man sich ganz auf eine Klasse konzentriert, denn nur so kann man wirklich zu neuen Erkenntnissen mit wissenschaftlichem Tiefgang gelangen! Die Ergebnisse meiner Forschung werden in meinem Tagebuch im Internet veröffentlicht, ab und zu verfasse ich einen Aufsatz. Insofern ist diese Strategie langfristig angelegt und ich muss in Kauf nehmen, dass meine Erkenntnisse - wenn überhaupt - erst nach Jahren zu einer größeren Öffentlichkeit gelangen. Zum Beispiel lag die besondere Qualität von LdL gegenüber anderen Ansätzen immer schon in der Tatsache begründet, dass diese Methode anthropologisch fundiert ist und eine Integration anderer Konzepte leistet. Nun dauert es aber seine Zeit, bis diese Vorzüge auch in der Öffentlichkeit erkannt werden. Die recht komplexe theoretische Grundlage kann nicht in einem schnell lesbaren Kompendium vermittelt, sondern sie muss regelrecht studiert werden. Auf diese Situation reagiert nun die Universität Eichstätt, indem LdL demnächst als Studiengang angeboten wird (In diesem Zusammenhang würde ich mich freuen, wenn Mitglieder des Kontaktnetzes den Entschluss fassen könnten, in Eichstätt zu promovieren. Gerade hat nämlich HANS BRÜGMANN seine Promotion mit Erfolg abgelegt. Da die Betreuung seiner Arbeit für mich sehr anregend war, suche ich nach einem oder mehreren "Nachfolgern"!).

Die vorliegende Lieferung enthält:

  • Texte, die Schülerinnen aus der 11.Klasse von INGE AUBURGER zu individuellen Französischlektüren verfasst haben

  • Meinen jüngsten Aufsatz "Schulklasse als Betrieb: zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt in der gymnasialen Oberstufe" (Dettelbach 1999). (word97, aufsatz98.doc,92 kB)
  • Auszüge aus meinem Internet-Tagebuch über die Arbeit im LK-12 Französisch (19./20.06.99).
  • Das Programm des nächsten LdL-Bundestreffens

Am 30. Oktober 1999 in Berlin

mit dazugehörigem Anmeldebogen.

Je nach Bundesland wünsche ich Ihnen entweder schöne Ferien oder einen angenehmen Schulanfang!

Mit den besten Grüßen

Ihr Jean-Pol Martin


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