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Prof.Dr.Jean-Pol Martin
Didaktik der französischen Sprache und Literatur
Universität, UA.Zi.240
85071 Eichstätt
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Eichstätt, den 08. Oktober 2000
Fax.Uni: (08421)93-1797
Tel.Uni: (08421)93-1536
Fax.priv.:(0841) 9611109
Tel.priv.:(0841) 9611121
eMail priv.: jpm@ldl.de
LdL-Homepage: http://www.LdL.de
Forum: www.zum.de/schule/Foren/ldl/cgi/forum.cgi |
14.Jg.Kontaktbrief Nr. 92
Liebe
Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freunde,
ich
erzähle Ihnen einfach was mich gerade beschäftigt:
1.
Wissensgesellschaft: Informationen zu Wissen veredeln
Heute
besteht die Wertschöpfung eines Unternehmens nicht mehr hauptsächlich aus dem
Verkauf konkreter Produkte, sondern aus dem Wissen, das im
Unternehmen aufgebaut wird, um Produkte herzustellen, zu vermarkten und am Markt zu halten. Die zentrale Tätigkeit
in der Wissensgesellschaft besteht darin, Informationen (kontextualisierte
Daten) durch Denken (Gewichten, Bewerten, Einordnen) und Handeln zu Wissen
umzuformen.
2.
Schüler zu Wissensproduzenten machen
Bisher bestand die Hauptaufgabe des Lehrers darin, den
Schülern fachbezogene Informationen
auf der Grundlage des Lehrwerkes zu vermitteln. Zwar gab es eine Übungsphase,
in der durch Anwendung Information zu Wissen umgeformt wurde,
aber diese Phase nahm selten einen großen Raum ein. Durch die Verbreitung des
Internets können die Schüler nun selbst die Informationen direkt und ohne
Hilfe des Lehrers beziehen. Ein wesentlicher Teil der Unterrichtszeit kann nun
für die Umformung von Informationen zu Wissen verwendet werden. Da in der
LdL-Methode gerade dieser Prozess immer schon im Zentrum stand, sind
LdL-Lehrer besonders gut auf den methodischen Paradigmenwechsel vorbereitet.
-
Die Schüler konsumieren nicht mehr die vom
Lehrer linear dargebotenen Information,
sondern sie holen aktiv nicht-lineare Informationen, die erst im
Unterricht zu einem linearen, logischen Ganzen organisiert werden.
OK. Das klingt ein bisschen kompliziert! Also: Bisher
war jeder Lehrer darum bemüht, den Stoff linear, d.h. klar strukturiert und
logisch geordnet zu vermitteln. Die Aufgabe des Schülers lag darin, diese
klar strukturierten, linear präsentierten Informationen aufzunehmen. Heute
hat der Lehrer durch die Verbreitung des Internets kaum noch die Kontrolle über
den Informationsinput! Die Schüler holen sich ja die Informationen ungeordnet
aus dem Netz.. Dadurch verändert sich die Arbeit im Unterricht radikal. Der
Lehrer muss dafür sorgen, dass die von den Schülern eingebrachten,
ungeordneten Informationen im Nachhinein im Unterricht wieder zu einem
linearen Ganzen zusammengefügt werden. Den LdL-Lehrern ist dieses Verfahren
sowieso vertraut.
3.
Das LdL-Diskussionsforum in der ZUM
Meine
zeitintensivste Beschäftigung ist gegenwärtig die Moderation des
LdL-Diskussionsforum (www.zum.de). An den
Diskussionen beteiligen sich Leute aller Altersklassen, Bildungsniveaus und
geographischer Herkunft. Durch Querverbindungen zwischen den unterschiedlichen
Diskussionen und den diversen Foren entsteht ein neuronales Netz, an dem sorgfältig
und kontinuierlich gewirkt werden muss. Die Gesamtheit der Interaktionen bringt
als Emergenz eine Art Makrodenken hervor.
Als
Anlage finden Sie:
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Statements
ehemaliger LdL-Schüler über die Vorteile, die LdL für ihren
Berufseinstieg gebracht hat („LdL-Vorteile im Beruf?“);
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Die
„Discussion 9a – en francais“, bei der deutlich wird, wie Schüler,
die gerade mit Französisch begonnen haben, ihr Wissen in Auseinandersetzung
mit nicht-linear dargebotenem Französisch aufbauen. Sie diskutieren mit
Leuten aller Altersstufen und Sprachniveaus und müssen sich in einer
ungeordneten Sprachwelt zurechtfinden.
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Das
Angebot der Schülerfirma von Rudolf Brandenstein, die
Unterrichtsmaterialien erstellt und verkauft.
Sie
finden auch:
Es
grüßt Sie herzlich
Ihr
Jean-Pol Martin
... weitere Kontaktbriefe 
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